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Dec
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reviews from ‘proud to be punk’ zine

Just received these reviews that will be featured in German zine ‘Proud To Be Punk’ # 21, out in January 2015. Thanks Jan!

Action Sedition / Spanner: History Lessons split 7″ EP

ptbp2Und wieder einmal lässt sich eine kleine Premiere im Proud to be Punk verzeichnen, da ich – soweit ich mich entsinnen kann – bislang noch nie etwas aus Kanada für due Reviewrubrik zugesandt bekommen habe. Die aus dem kanadischen Montreal stammenden Action Sedition wie auch ihre Freunde von Spanner lassen mit dem auf dem Front- und Backcover zu sehenden Artwork sowie den im Inneren abgedruckten Fotos und Logos jedenfalls keine Fragen offen, welches politische Ufer sie ihre Heimat nennen. Brennende bzw. gut geschrottete Cop-Karren und Vermummte, die die Pigs durch die Straßen hetzen, zieren das Bild – und über all dem flattert eine schwarz-rote Fahne quicklebendig im Wind. Tja, less talking, more action würde ich sagen! Dass beiden Bands die Message, die hinter Demos und Riots steckt, sehr am Herzen liegt und sie – trotz der vielleicht etwas plakativen Fotos – keineswegs gewillt sind, sich ausschließlich auf Randale gepaart mit stumpfen Parolen auszuruhen, beweisen die eine stattliche Länge aufweisenden Liedtexte der beiden hier zu hörenden Songs. Während der französischsprachige Track „Histoire d`un printemps“ („eine Frühlingsgeschichte“) Bezug auf erfolgreiche Riots in Montreal nimmt, erklärt sich der Song „Always antifascist“ dank seines aussagekräftigen Titels wohl von selbst. Darüber hinaus könnt ihr übrigens mit Hilfe des beiliegenden Downloadcodes jeweils ein weiteres Lied jeder Combo im Internet herunterladen, deren Texte sowie die dazugehörigen englischen Übersetzungen ebenfalls im Coverinneren nachgelesen werden können. Musikalisch, aber natürlich auch inhaltlich erinnern mich Action Sedition wie auch Spanner übrigens an Bands wie Jeunesse Apatride, Hors Control oder Brigada Flores Magon, so dass ihr euch auf kämpferischen Oi!- bzw. Streetpunk freuen könnt, dessen Melodien schnell ins Ohr gehen. Geile Mucke mit absolut korrekter Attitüde – gern mehr davon!

The Rebel Spell: It’s A Beautiful Future

Eine flotte Punkrock-Sohle legen The Rebel Spell aus Vancouver hier auf`s Parkett, die die Herzen von FreundInnen von ptbp5Bands wie Propagandhi oder Against Me! problemlos höherschlagen lassen dürften. Spieltechnisch sehr versiert, kompositorisch ausgereift und abwechslungsreich – so kommen z.B. auch Violine und Piano zum Einsatz – jagen die Kanadier zwölf melodische, flink voranpreschende Punkrock-Smasher durch die Boxen, die vor Spielfreude nur so strotzen. Ähnlich wie schon bei den bereits erwähnten Propagandhi oder auch Anti-Flag sollten die poppigen Anleihen im Sound von The Rebell Spell keineswegs darüber hinwegtäuschen, dass es sich hier um eine Band mit glasklarer politischer, gesellschaftskritischer Attitüde handelt. Diese Tatsache wird nicht nur durch die eine klare Sprache sprechenden, gemalten Bilder des Booklets, sondern vor allem auch anhand der Songtexte deutlich, denen es an Länge und demnach inhaltlicher Tiefe nicht mangelt. Ein tolles Album, in dem viel Power steckt!

The Rebel Spell: Last Run

ptbp1Ha, Zufälle gibt`s! Da flattert mir dank der Fire and Flames-Crew doch erst vor wenigen Wochen das letzte Album von The Rebel Spell ins traute Heim und nun erhalte ich gleich direkt aus Kanada Post. Inliegend erwartete mich neben der Action Sedition / Spanner Split-EP das aktuelle und damit immerhin schon vierte Album des kanadischen Polit-Punk-Quartetts, dessen Digipack im Gegensatz zum farbenfrohen Vorgänger nun von einem ebenfalls sehr ästhetischen Artwork – diesmal komplett in schwarz-weiß gehalten – geziert wird. Musikalisch, aber auch inhaltlich sind sich The Rebel Spell unverkennbar treu geblieben, so dass sie euch mit „Last run“ erneut ein Dutzend poppige und dennoch verdammt arschtretende Punkrock-Smasher um die Löffel schleudern, die im Fahrwasser von Bands wie Propagandhi, neuere Bad Religion oder Anti-Flag zu verorten sind. Ich will nicht wiederkäuen, was ich im vorangegangenen Review bereits geschrieben, aber so viel ist sicher: Wer mittlerweile über 500 (!) Konzerte auf dem Buckel hat, weiß definitiv, wie sein Instrument zu bedienen ist und wie ein ordentlicher Punkrock-Song aufgebaut sein sollte, der auch vor dem Einsatz eines Pianos, wie es beim Song „The last run“ der Fall ist, keinerlei Hemmungen verspürt! Die Texte der zwölf Stücke zeugen davon, dass die vier Jungs von The Rebel Spell ausgezeichnet dazu in der Lage sind, persönliche Erfahrungen und Beobachtungen des Alltags in einen größeren sozialen wie auch politischen Zusammenhang einzubetten. So widmen sie sich in ihren Lyrics nicht nur gängigen Themenkomplexen, wie z.B. der Kritik an Rassismus, kapitalistischem Endloswachstum oder materiellem Konsumwahn, sondern äußern ihr Streben nach Freiheit und Unabhängigkeit u.a. auch in ihrer Solidarität mit dem Widerstand der Tsilhqot`in-Indianer. Alle durchweg englischsprachigen Songtexte können übrigens im beiliegenden Booklet nachgelesen werden. Geht gut ins Ohr!


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